Bekämpfung des Nadelkrauts
Die Revitalisierung von fünf Teichen im Park links der Weser ist erfolgreich abgeschlossen. Im Zentrum der Maßnahmen stand der Kampf gegen das invasive Nadelkraut: Die hartnäckige Wasserpflanze hatte sich teppichartig ausgebreitet und heimische Arten massiv verdrängt.
Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:
- Artenschutz: Durch die gezielte Neubepflanzung der Ufer mit heimischen Gewächsen wird eine erneute Ausbreitung des Nadelkrauts unterdrückt.
- Amphibien-Paradies: Für die seltene Kreuzkröte wurden spezielle Sandflächen geschaffen, die ideale Versteck- und Grabmöglichkeiten bieten.
- Biodiversität: Ab dem nächsten Frühjahr wird neu angelegter Sandmagerrasen blühen und wertvollen Lebensraum für Insekten bieten.
- Infrastruktur: Auch für Parkbesucher gibt es gute Nachrichten – ein neuer Bohlenweg wurde im Zuge der Arbeiten erstellt.
Durch die umfangreiche Renaturierung wurden die Teiche und angrenzenden Landlebensräume ökologisch deutlich aufgewertet.
Das Nadelkraut breitet sich aus
Auf den ersten Blick erscheint das Nadelkraut (Crassula helmsii) mit seinen kleinen, sternförmigen Blättern unscheinbar und ästhetisch ansprechend. Dieser Eindruck ist jedoch trügerisch: Tatsächlich handelt es sich um eine invasive Wasserpflanze, die erhebliche ökologische Beeinträchtigungen verursachen kann und heimische Arten verdrängt.
Vor diesem Hintergrund beobachtet die Naturschutzbehörde die zunehmende Ausbreitung der Art mit großer Sorge. Um einer weiteren Ausbreitung entgegenzuwirken, wurden im Jahr 2025 im Park links der Weser umfangreiche Eindämmungsmaßnahmen umgesetzt. Über einen Zeitraum von mehreren Monaten hinweg fanden dort intensive und kostenintensive Arbeiten statt, mit dem Ziel, das Vorkommen des Nadelkrauts wirksam zu reduzieren und weitere ökologische Schäden zu verhindern.
Da das Nadelkraut (Crassula helmsii) nur bedingt winterhart ist und Frost insbesondere in Gewässern mit einer Wassertiefe von unter 30 bis 50 cm nur eingeschränkt übersteht, kann davon ausgegangen werden, dass die winterlichen Bedingungen (Jan/Feb. 2026) generell zu einer weiteren Reduzierung der Bestände beitragen.